Werksausweis Info-Portal

Der Volkswagen Werksausweis

Zentrale Informationen zu Sicherheitsmerkmalen, Funktionen und Umgang.

Elemente der Vorderseite

Vorderseite Werksausweis

Sichtbar: Markenlogo, Lichtbild, Name, Farbcodierter Balken, PKI-Chip | Nicht sichtbar: RFID-/Legic-Chip

Markenlogo (Brand)

Das Logo der jeweiligen Konzerngesellschaft (z. B. Volkswagen, Audi, Porsche) zeigt die primäre organisatorische Zugehörigkeit des Mitarbeiters an.

Detailbeschreibung
Das Corporate Design repräsentiert die Konzernmarke oder Tochtergesellschaft, bei der der Inhaber angestellt ist. Trotz unterschiedlichen Brandings auf der Oberfläche ist die zugrundeliegende Technologie der Karte (Kryptografie, Funkstandards) ein konzernweiter Standard („Group Standard“). Dies ermöglicht es systemtechnisch, markenübergreifenden Zutritt (z. B. für einen Audi-Mitarbeiter im VW-Werk Wolfsburg) zu gewähren, sofern die entsprechenden Berechtigungen freigeschaltet wurden.
Fragen & Antworten (FAQ)

Frage: Kann ich mit einem Audi-Ausweis auch ein Volkswagen-Werk betreten?
Antwort: Technisch ist der Ausweis dank des „Group Standards“ dazu in der Lage. Der Zutritt ist jedoch nur möglich, wenn für Ihr Profil im Vorfeld eine entsprechende Zutrittsberechtigung für das andere Werk oder Gebäude beantragt und freigegeben wurde.

Lichtbild (Foto)

Ein aktuelles Porträtfoto des Inhabers dient der schnellen visuellen Identifikation durch den Werkschutz.

Detailbeschreibung
Das hochauflösende Lichtbild ist das primäre optische Sicherheitsmerkmal der Karte. Es ermöglicht dem Werkschutz und Empfangspersonal bei Kontrollen an Toren oder in Sicherheitsbereichen einen sofortigen Abgleich zwischen dem Ausweisinhaber und der physisch anwesenden Person. Dies verhindert den Missbrauch des Ausweises durch unbefugte Dritte.
Fragen & Antworten (FAQ)

Frage: Mein Aussehen hat sich stark verändert. Brauche ich ein neues Foto?
Antwort: Wenn Sie auf dem Foto nicht mehr zweifelsfrei zu erkennen sind, sollte ein neuer Ausweis mit einem aktuellen biometrischen Lichtbild über das Personalwesen oder das Ausweisbüro beantragt werden.

Name und Personalnummer

Die textliche Personalisierung ordnet den Ausweis eindeutig einem Mitarbeiter im System zu.

Detailbeschreibung
Auf der Vorderseite sind Vorname, Nachname und die individuelle Personalnummer im Klartext aufgedruckt. Bei internen Prozessen (z. B. Anfragen am IT-Helpdesk, Materialausgabe oder an Leitständen) ermöglichen diese Daten eine schnelle und fehlerfreie Zuordnung der Person im System.
Fragen & Antworten (FAQ)

Frage: Was passiert bei einer Namensänderung (z. B. durch Heirat)?
Antwort: Nach der offiziellen Änderung der Daten in der Personalabteilung muss ein neuer Werksausweis mit dem aktualisierten Namen beantragt werden. Der alte Ausweis ist bei Erhalt des neuen Ausweises abzugeben.

Farbcodierter Balken

Ein farbiger Streifen signalisiert auf einen Blick den Status und die Gruppenzugehörigkeit des Ausweisinhabers.

Detailbeschreibung
Die Farbcodierung (oft als Seitenstreifen oder Header ausgeführt) ist ein wichtiges Hilfsmittel für die visuelle Sicherheit. Sie ermöglicht es dem Werkschutz, Personen bereits aus der Distanz einzuordnen. Typische Unterscheidungen sind Stammbelegschaft (Interne), Fremdfirmen/externe Dienstleister, Leiharbeiter, Auszubildende oder temporäre Besucher. Die Farbe kann auch implizieren, ob für die Person in bestimmten Sicherheitsbereichen Begleitregeln gelten.
Fragen & Antworten (FAQ)

Frage: Warum hat mein Kollege eine andere Ausweisfarbe als ich?
Antwort: Die Farbe richtet sich nach dem vertraglichen Status (z. B. Festangestellter vs. externer Dienstleister). Unterschiedliche Statusgruppen erhalten unterschiedliche Farbcodes zur besseren visuellen Orientierung auf dem Werksgelände.

PKI-Chip (Smartcard)

Der sichtbare goldene Chip ist ein hochsicherer Hardware-Tresor für IT-Authentifizierung und PC-Logins.

Detailbeschreibung
Dieser Chip ist Teil der internen VW-PKI (Public Key Infrastructure). Er speichert digitale X.509-Zertifikate und private kryptografische Schlüssel, die durch eine persönliche PIN geschützt sind. Funktionen umfassen:
  • Windows-Anmeldung: Smartcard-Login am Arbeitsplatzrechner.
  • E-Mail-Sicherheit: Signieren und Verschlüsseln von E-Mails.
  • Netzwerkzugang: Client-Authentifizierung (mTLS) bei Webdiensten und VPN.
  • Zertifikatsverwaltung: Zertifikate müssen regelmäßig (z. B. via UCRP) aktualisiert werden.
Fragen & Antworten (FAQ)

Frage: Was mache ich, wenn ich die PIN für meinen PKI-Chip vergessen habe?
Antwort: Wenden Sie sich an den lokalen IT-Support oder das Ausweisbüro. Dort kann die PIN nach erfolgter Identitätsprüfung neu gesetzt werden.

Frage: Mein Zertifikat ist abgelaufen, was nun?
Antwort: Es existiert ein Kulanzzeitraum, in dem eine Erneuerung über das UCRP-Portal noch möglich ist. Danach muss der Ausweis beim IT-Support neu initialisiert werden.

RFID-/Legic-Chip (Kontaktlos)

Ein im Plastik unsichtbar verbauter Funk-Chip für den physischen Gebäudezutritt, Zeiterfassung und Kantinenbezahlung.

Detailbeschreibung
Der Werksausweis enthält eine Antenne und einen passiven RFID-Chip (meist nach LEGIC-Standard). Die Speicherstruktur bedient unterschiedliche Applikationen:
  • Zutrittskontrolle: Öffnet Drehkreuze, Schranken und elektronische Türschlösser.
  • Zeiterfassung: Stempeln an Zeiterfassungsterminals.
  • Cashless Payment: Bezahlung in Betriebsrestaurants und an Automaten.
  • Follow-Me-Printing: Authentifizierung an Netzwerkdruckern.
Fragen & Antworten (FAQ)

Frage: Kann der Ausweis heimlich geortet werden?
Antwort: Nein. Der Chip ist passiv und hat keine eigene Stromversorgung. Er funkt nur, wenn er wenige Zentimeter vor ein aktives Lesegerät gehalten wird.

Frage: Wie lade ich Geld für die Kantine auf den Ausweis?
Antwort: Das Guthaben kann an speziellen Aufwert-Terminals im Werk per EC-Karte, Kreditkarte oder teilweise auch mit Bargeld aufgeladen werden.

Elemente der Rückseite

Rückseite Werksausweis

Sichtbar: Barcode, Magnetstreifen, Notfallnummern

Barcode

Ein aufgedruckter Strichcode, der meist die Personal- oder Ausweisnummer für logistische Scan-Prozesse beinhaltet.

Detailbeschreibung
Der eindimensionale oder zweidimensionale Barcode ist ein maschinenlesbares Merkmal. Er wird primär für interne logistische Randprozesse genutzt, bei denen einfache Handscanner zum Einsatz kommen (z.B. Werkzeugausgabe, PSA-Registrierung, Werksbibliotheken).
Fragen & Antworten (FAQ)

Frage: Sind im Barcode sensible persönliche Daten gespeichert?
Antwort: Nein. In der Regel codiert der Barcode lediglich eine Identifikationsnummer (wie die Personal- oder Kartennummer), die erst in Verbindung mit den internen VW-Datenbanken eine Bedeutung erhält.

Magnetstreifen

Eine ältere Datenträger-Technologie, die für die Abwärtskompatibilität mit älteren Systemen erhalten bleibt.

Detailbeschreibung
Der Magnetstreifen dient meist als Fallback-Lösung. Er stellt sicher, dass der Ausweis auch in Werken, älteren Gebäudeteilen oder an Legacy-Abrechnungssystemen funktioniert, deren Hardware noch nicht vollständig auf den kontaktlosen Legic-Chip umgerüstet wurde.
Fragen & Antworten (FAQ)

Frage: Darf der Magnetstreifen in die Nähe von Magneten kommen?
Antwort: Starke Magnetfelder (z. B. durch magnetische Handyhüllen) können die Daten auf dem Streifen löschen. In modernen Umgebungen wird er jedoch selten benötigt.

Notfallnummern und Hinweise

Wichtige Kontaktinformationen für Notfälle sowie rechtliche Hinweise zum Umgang mit dem Ausweis.

Detailbeschreibung
Die Rückseite ist mit den wichtigsten internen Notrufnummern bedruckt (z. B. Leitstelle Werkschutz, Sanitätsdienst, Betriebsfeuerwehr). Zudem finden sich rechtliche Hinweise: Der Werksausweis bleibt Eigentum der Volkswagen AG und muss bei Austritt zurückgegeben werden.
Fragen & Antworten (FAQ)

Frage: Was muss ich tun, wenn ich meinen Werksausweis verliere?
Antwort: Der Verlust ist sofort dem Werkschutz und ggf. dem IT-Helpdesk zu melden, um den Ausweis zu sperren.

Frage: Was passiert mit dem Ausweis, wenn ich das Unternehmen verlasse?
Antwort: Da der Ausweis Eigentum der Volkswagen AG ist, muss er an Ihrem letzten Arbeitstag beim Werkschutz oder im Personalwesen abgegeben werden.